Kochen, Backen und Genießen

Dienstag, 21. Mai 2013

Ich kann's einfach nicht lassen...

Eigntlich wollte ich dieses Jahr keine Löwenzahnblüten sammeln, denn die hundefreie Wiese, die ich dafür immer besuche, ist zur Hälfte eine Baustelle geworden. Als aber die Gärtnerin dieses Jahr auch Löwenzahngelee gekocht hat und der nicht umgepflügte Teil der Wiese so schön gelb leuchtete, konnte ich dann doch nicht widerstehen.
Allerdings habe ich ein neues Rezept ausprobiert, in dem auch die gelben Blütenblättchen verwendet werden. Dadurch hat die Marmelade ein leicht fuzzelige Konsistenz, aber der Geschmack ist super!

LoewenzahnMarmelade.jpg

Löwenzahnblüten-Marmelade

Quellenangabe: Erfaßt 16.05.2013 von Sus
Kategorien: Löwenzahn, Konserve, Marmelade
Mengenangaben für: 5 Gläser

Zutaten:

150gEntkelchte Löwenzahn-Blüten
1lWasser
1TeelöffelAscorbinsäure (Vitamin C); gestrichen
2Zitronen, Saft davon
1kgGelierzucker 1:1

Zubereitung:

Die Blüten mit dem Wasser, der Hälfte des Zitronensafts und der Ascorbinsäure zusammen aufkochen, etwas abkühlen lassen und anschließend alles durch den Fleischwolf treiben. Mit Gelierzucker und dem restlichen Zitronensaft nach Anweisung des Gelierzuckers zu Konfitüre kochen.

Anmerkung:

- Für 150 g Blütenblättchen braucht man ca. 3 Liter (1 großes Küchensieb) locker geschichtete Blüten.

- Die Konfitüre wurde ziemlich schnell ziemlich fest. Wer es anders mag, sollte einen Teil des Gelierzuckers durch normalen Zucker ersetzen.

- Die Masse kommt nur sehr schwer durch die Löcher des Fleischwolfs. Lieber eine Scheibe mit etwas größerer Lochung wählen.


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Mittwoch, 15. Mai 2013

Down under...

8 Jahre Blog-Event - Down Under im kochtopf plus Verlosung (Einsendeschluss 15. Mai 2013)

Es ist gar nicht so einfach, schöne australische Rezepte zu finden. In keinem meiner nicht ganz wenigen Bücher ist Australien ein Thema. Ich habe z.B. ein tolles Buch namens "Eine kulinarische Weltreise", aber da war doch tatsächlich nichts von Australien&Co. zu finden! Komische Weltreise, wenn ein ganzer Kontinent fehlt.

Irgendwann Ende letzten Jahres habe ich mal bei einer Gewürze-Bestellung spontan eine Portion australische Zitronenmyrte mitbestellt und bisher nichts damit angefangen. Die wollte ich dann natürlich auch bei diesem schönen Event "DownUnder" im Kochtopf, dieses Mal veranstaltet von Zorra höchstselbst, verwenden.

Leider, wie so oft, lief mir bei der ganzen Überlegerei und Rezeptsucherei die Zeit davon. (Und wenn man dann noch so dusselig ist und die hilfreichen Links bei der Event-Ankündigung nicht wirklich wahrgenommen hat, ist man selber schuld...)

Aber die üblichen Clichés haben sich ja doch irgendwie festgesetzt: Die Australier grillen für ihr Leben gern, Schafe laufen überall herum und das Damper-Brot hatte ich hier schon einmal in ähnlicher Form erfolgreich gebacken.

Deshalb gab es letztes Wochenende kurzentschlossen einen australisch-angehauchten Grillabend mit marinierten Lamm-Beinscheiben, Maiskolben und selbstgebackenem Buschbrot.

LammBeinscheibenMitMaisUndBrot.jpg


Und hier die einzelnen Rezepte:

Lammbeinscheiben gegrillt


LammBeinscheibenMitMaisAufDemGrill.jpg

Quellenangabe: Erfaßt 13.05.2013 von Sus
Kategorien: Lamm, Grill
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

2Lammbeinscheiben (aus dem Odenwald)
1Knoblauchzehe
2EßlöffelOlivenöl
1EßlöffelAustralische Zitronenmyrte; getrocknet und zerrieben
2PrisenTasmanischer Pfeffer; gemahlen
Salz

Zubereitung:

Aus dem Öl, der getrockneten Zitronenmyrte, dem gemahlenen Pfeffer und dem durchgedrückten Knoblauch ein Würzöl bereiten und ein paar Minuten ziehen lassen.

Beinscheiben von beiden Seiten damit bestreichen und kühl gestellt ca. 30 Minuten stehen lassen.

Mit Salz bestreuen und grillen, bis das Fleisch im Inneren noch leicht rosa ist.

Dazu gegrillte Maiskolben, mit Butter bestrichen und mit Salz bestreut.


Das Schöne an diesem Brot ist, daß es wirklich schnell geht. In etwas mehr als einer Dreiviertelstunde hat man ein Brot gebacken.

Damper - Australisches Buschbrot 2



AustralischesBuschBrot2013.jpg

Quellenangabe: Erfaßt 13.05.2013 von Sus
Kategorien: Backen, Brot, Australien, Blog-Event
Mengenangaben für: 1 Brot

Zutaten:

300gDinkelmehl
2TeelöffelBackpulver
1TeelöffelSalz
200mlMilch; zusätzlich Milch zum Glasieren
25mlÖl (hier: Distelöl)
1/2TeelöffelTasmanischer Pfeffer; grob gemahlen

Zubereitung:

Mehl, Backpulver, Pfeffer und Salz zusammen in eine große Schüssel sieben und eine Mulde hineindrücken.

Milch und Öl in einem Meßbecher vermischen. Mit dem Mehl zu einem weichen, klebrigen Teig verrühren. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und ca. 1 Minute kneten, bis er weich und glatt wird.

Den Teig zu einem runden Laib formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Die Oberfläche mit Milch einpinseln, dann mit einer scharfen Klinge 2cm tief kreuzweise einschneiden.

Im auf 200°C vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 180°C reduzieren, und weitere 25 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun ist und es hohl klingt, wenn man gegen die Unterseite des Brotes klopft. Auf einem Drahtrost auskühlen lassen.

Anmerkung:

- Dies ist ein sehr kleines Brot für zwei Personen. Für die richtige Größe die Mengenangaben bitte verdoppeln.

- Schmeckt noch lauwarm am Besten!
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Mittwoch, 8. Mai 2013

Pflanzen, Pflanzen und ... Pizza

Letztes Wochenende war wieder viel los: Ich war zum ersten Mal mit meinen Pflanzen in Reinheim auf dem dortigen Pflanzenflohmarkt im Stadtpark.

PflanzenflohmarktReinheim2013.jpg

Es war ja ganz hübsch da, aber leider hat es mehr oder minder durchgängig geregnet. Glücklicherweise hat das aber nicht alle Leute von einem Besuch abhalten können!

Am Sonntag sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein (Gnmpf!) auf dem Pflanzenmarkt im Hessenpark in Neu-Anspach vom Verkäufer zum Kaufer mutiert: Ein kleiner Zwerg-Thymian, eine Basilikum-Minze (die riecht tatsächlich so!), Anis-Samen und eine mexikanische Flammenrebe haben den Weg in den heimischen Garten gefunden.

Da ich es geschafft hatte, sowohl Samstagabend als auch Sonntagmorgen zu vergessen, den Pizzateig anzusetzen, mußte es eben mal wieder ein Teig mit relativ viel Hefe sein. Die Tomatensauce (natürlich selbstgemacht SmileyGrinsStatic.gif) hatte ich noch im Vorrat.

SpargelPizza.jpg

Spargel-Pizza

Quellenangabe: Erfaßt 05.05.2013 von Sus
Kategorien: Backen, Pizza, Hefe, Spargel
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

Teig:
20gHefe
180mlWasser
1PriseZucker
300gDinkel-Vollkornmehl
1SchußOlivenöl
Salz, Pfeffer
Belag:
300mlWürzige Tomatensauce
14Spargel
100gKatenschinken; fein gewürfelt
100gAlter Ziegen-Gouda (oder Pecorino); in dünnen Streifen
2StengelKnoblauchrauke; grob gehackt
2StengelGlatte Petersilie; grob gehackt

Zubereitung:

Für den Hefeteig die Hefe in lauwarmem Wasser und einer Prise Zucker auflösen. Mit Mehl, Salz und Pfeffer und Olivenöl gut verkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand leicht lösen läßt. Zugedeckt im Warmen gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.Danach mit etwas Mehl den Teig durchkneten, bis er weich und geschmeidig ist. Auf Backpapier der Größe des Backblechs ausrollen.

Spargel putzen und halbieren. In etwas Salzwasser nicht ganz gar kochen; abtropfen lassen.

Backofen auf 230°C vorheizen, dabei Backblech mit aufheizen. Tomatensauce auf der Pizza verteilen, dann den Käse gleichmäßig verteilen. Mit Spargelstücken und Schinkenwürfeln belegen.

Pizza mit Backpapier auf das heiße Blech ziehen und im Ofen für ca. 15-20 Minuten backen, dann herausnehmen und mit den gehackten Kräutern bestreuen.

Anmerkung:

- Für die Optik hätte man den Käse auch noch über die Spargel verteilen können. (Wer ihn sucht: auf der rechten Seite der Pizza!)

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Montag, 29. April 2013

April...

Garten-Koch-Event April: Bärlauch [30.04.2013]Als gestriges Sonntagsessen wollte der Liebste - wohl wegen des aktuellen Wetters - einen schönen Eintopf und ich wollte Spargel, des offiziellen Frühlings wegen. Nach ein bißchen Internet, ein bißchen Bücher schmökern und dem Gang über den Markt kam dann das folgende Rezept dabei heraus.

Und weil da so schön viel leckerer Bärlauch dabei ist, darf das Rezept auch noch am Garten-Koch-Event "Bärlauch" teilnehmen.

SpargelKartoffelEintopf.jpg


Spargel-Kartoffel-Eintopf mit Hähnchen-Nuggets und Bärlauch-Gremolata

Quellenangabe: Erfaßt 28.04.2013 von Sus
Kategorien: Eintopf, Spargel, Kartoffel, Huhn, Bärlauch
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

Gremolata:
1/2BündelBärlauch
1/2BündelPetersilie
1/2BündelRucola
1Zitrone (unbehandelt)
2EßlöffelOlivenöl
Salz, Pfeffer
Spargel-Kartoffel-Eintopf:
1Zwiebel
700gKartoffeln, Vorwiegend festkochend
500gSpargel (-Bruch reicht hier aus)
1kleinZucchini (unbehandelt)
750mlGemüsebrühe
3Hähnchenbrustfilets
1TeelöffelZitronenthymian
1TeelöffelShawarma-Curry-Mischung (oder z.B. Garam Masala)
Salz, Pfeffer
1EßlöffelDistelöl
1EßlöffelDunkles Sesamöl

Zubereitung:

Zitrone heiß waschen, trocken reiben und Schale mit einem Zestenreißer in Streifen abziehen. Zesten fein hacken. Frucht halbieren und Saft auspressen. Bärlauch, Petersilie und Rucola waschen, trocken schütteln, Blättchen von den Stielen zupfen und fein hacken. Mit Zitronenzesten, etwas Zitronensaft und Olivenöl verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Kartoffeln schälen, waschen und in Stücke schneiden. Spargel putzen und schräg in Stücke schneiden. Zucchini waschen, putzen - aber nicht schälen - und in Stücke scheiden, die den Spargelstücken ähnlich sehen.

2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel darin kurz glasig andünsten, Kartoffeln dazugeben. Mit Brühe und 500 ml Wasser ablöschen und ca. 7-10 Minuten (Je nach Dicke der Spargel) kochen. Spargel dazugeben, und weitere ca. 7-10 Minuten kochen; 5 Minuten vor Ende die Zucchini unterheben.

Zwischenzeitlich die gewaschenen und trockengetupften Hühnerbrustfilets in mundgerechte Stücke schneiden. Mit etwas Sesamöl und Zitronensaft beträufeln und mit Currypulver bestäuben. Dann Thymian, Salz und Pfeffer darüberstreuen.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Hähnchenstücke erst von allen Seiten gut anbraten und bei reduzierter Temperatur garen lassen.

Spargel-Kartoffelgemüse in die Teller füllen, Hähnchen-Nuggets darüber verteilen und mit etwas Gremolata anrichten.

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Sonntag, 28. April 2013

Seelentröster...

Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, backe ich vorzugsweise Samstag Vormittag etwas Süßes für's Frühstück und/oder Kaffeetrinken am Sonntag. Im Frühling wird das allerdings schwierig, denn da bin ich meist auf den Pflanzen-Flohmärkten der näheren Umgebung zu finden. Gestern zum Beispiel war ich - trotz des mehr als bescheidenen Wetters - in Seeheim. Zu meinem Erstaunen sind sind wohl Gärtner tatsächlich Einiges gewöhnt: Sowohl Verkäufer als auch Käufer waren zahlreich erschienen. Nachmittags in Ginsheim lief's leider nicht mehr ganz so gut: Viel Regen und wenig Besucher. :-(
Und danach war ich nur noch platt. :-(

Heute früh hat's mich dann doch gepackt und ich habe ein paar schnelle Muffins gebacken mit dem, was so da war. Ich muß sagen, Rhabarber und Honig ist gar keine schlechte Kombination...

RhabarberHonigMuffins.jpg

Rhabarber-Honig-Muffins

Quellenangabe: Erfaßt 28.04.2013 von Sus
Kategorien: Backen, Muffin, Rhabarber, Honig
Mengenangaben für: 10 Muffins

Zutaten:

120gDinkel-Vollkornmrhl
140gWeizenmehl
1TeelöffelBackpulver
1TeelöffelNatron
120gZucker
1Ei
80mlDistelöl
250mlButtermilch
2-3Stangen Rhabarber
5EßlöffelHonig
50gDinkelpops

Zubereitung:

Backofen auf 175 °C vorheizen.

Beide Mehlsorten und die Dinkelpops in eine Schüssel geben, mit dem Backpulver, Natron und Zucker mischen. Rhabarber schälen, in Scheibchen schneiden und unterheben.

Ei, Öl und Buttermilch in einer zweiten Schüssel verquirlen und über die Mehlmasse schütten. Honig dazugeben. Mit dem Löffel alles nur so lange vermischen, bis der Teig einigermaßen gleichmäßig feucht ist.

Teig in gefettete Muffinformen oder Papierförmchen füllen und im Backofen ca. 20-25 Minuten backen lassen. Die fertigen Muffins noch ein paar Minuten in der Form ruhen lassen, dann herausnehmen und vorzugsweise noch warm servieren.

Anmerkung:

- Statt der Dinkelpops kann man auch Haferflocken und noch etwas mehr Honig verwenden.

- Ich habe einen Teil des Mehls mit zerbröselten Karamellwaffeln ersetzt.

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Freitag, 26. April 2013

Angrillen...

Am Sonntag ging es weiter mit der Saisoneröffnung: Der Grill wurde endlich wieder ausgepackt und in Betrieb genommen.

Eigentlich waren die Holzfällersteaks für das Abgrillen im letzten Herbst vorgesehen gewesen. Knoblauchrauke2011.jpgDa hatte uns aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb landeten sie im Tiefkühler. Passenderweise haben wir sie dann eben zum Angrillen wieder herausgeholt.

Da mir gerade die Knoblauchrauke (Alliaria petiolata) etwas überhandnimmt, wurde ein (viel zu kleiner) Teil davon zusammen mit etwas Petersilie und ein paar getrockneten Tomaten zu einer Art Marinade verarbeitet.

SchwenksteaksMitKraeuterMarinade.jpg

Kräuter-Marinade für Schwenksteaks

Quellenangabe: Erfaßt 22.04.2013 von Sus
Kategorien: Marinade, Grill, Tomate
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

6Getrocknete Tomaten
2Zehen Knoblauch
3EßlöffelDistelöl oder mildes Olivenöl
2EßlöffelOrangensaft
1EßlöffelZitronensaft
1/2BündelGlatte Petersilie
1Handvoll Knoblauchrauke
1Handvoll Zitronenmelisse
2StengelThymian
1/2TeelöffelTabasco-Sauce
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Kräuter waschen und die Blätter von den Stielen zupfen. Alles zusammen in einen Mixer geben und zu einer Paste pürieren. Mit Saft, Gewürzen und Tabasco-Sauce abschmecken.

Die Steaks damit von allen Seiten einreiben und in einer luftdichten Schüssel im Kühlschrank für 2-3 Stunden ziehen lassen; gelegentlich schütteln.

Dazu gab es die ersten Spargel(chen) mit Löwenzahn-Butter.

SpargelMitLoewenzahnbutter.jpg

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Dienstag, 23. April 2013

Saison-Eröffnung

Samstag wurde in mehrfacher Hinsicht die Saison eröffnet:

Die ersten Pflanzenflohmärkte fanden statt und ich hatte zum ersten Mal einen Stand in Groß-Gerau. Glücklicherweise hatte ich ein sonniges Plätzchen erwischt, denn der Wind war ganz schön kalt. So kalt (und trocken), daß meine Tomatenpflänzchen irgendwann aussahen, als hätten sie noch nie einen Tropfen Wasser spendiert bekommen.

PflanzenflohmarktGrossGerau2013.jpg

Aber ansonst war es ganz ok: Kundschaft kam, blieb stehen, schaute, fachsimpelte und kaufte auch gelegentlich etwas.

Das erste Eis vom Italiener gab es trotz der Kälte auch.

Nachmittags haben wir uns dann in den Reigen der Rasenmäher eingereiht, aber nicht ohne vorher die Löwenzahnblüten zu pflücken und zu verarbeiten:

LoewenzahnButter.jpg

Löwenzahn-Butter

Quellenangabe: Eigenes Rezept 22.04.2013 von Sus
Kategorien: Butter, Löwenzahn, Grill
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

100gButter
15-30Löwenzahnblüten; je nach Größe
1/2TeelöffelMeersalz; nicht zu fein

Zubereitung:

Die gelben Blütenblätter des Löwenzahns aus den Blüten zupfen (Beschreibung dazu: hier).

Zimmerwarme Butter in einem hohen, schlanken Gefäß mit dem Knethaken des Handrührgeräts weich kneten, die Blütenblätter und das Salz zugeben und gleichmäßig verteilen. Entweder in ein verschließbares Schüsselchen füllen oder in Frischhaltefolie zu einer Rolle formen und in den Kühlschrank legen.

Die Butter läßt sich so auch prima einfrieren, dann vorzugsweise schon in Scheiben geschnitten.

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Samstag, 20. April 2013

Huch, ...

Garten-Koch-Event April: Bärlauch [30.04.2013]

... es ist ja schon Freitag Samstag und ich habe die Gerichte vom letzten Wochenende noch gar nicht verbloggt...

Momentan bin ich dabei, den Inhalt meines Gefrierschranks etwas zu reduzieren und da kam mir das Paket Hackfleisch gerade recht.

Eigentlich fand ich mich mit der Idee, den Bärlauch für das aktuelle Gartenkoch-Event in Frikadellen zu verarbeiten, wahnsinnig innovativ, aber tatsächlich habe ich sie sogar schon selbst einmal gemacht und auch noch hier gebloggt. SmileyWeia.gif Aber das macht gar nichts! Schließlich ist das ja schon ein paar Jahre her ... und Frikadellen gehen immer!

BaerlauchFrikadellenMitZitronenMangold.jpg

(Übrigens ist das Blatt Bärlauch auf dem Teller dasselbe wie im Logo über dem 'ä' ...)

Bärlauch-Frikadellen

Quellenangabe: Erfaßt 15.04.2013 von Sus
Kategorien: Rind, Hackfleisch, Bärlauch
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

700gRinder-Hackfleisch
1Brötchen; vom Vortag
1Ei
3Lauchzwiebeln
30gBärlauch
Salz, Pfeffer
Piment
Rosenpaprika

Zubereitung:

Brötchen in etwas warmem Wasser einweichen und in kleine Stückchen zupfen, dann gut auspressen. Lauchzwiebeln und Bärlauch putzen und in feine Ringe bzw. Streifen schneiden. Alles zusammmen mit dem Ei mit der Hackfleischmasse verkneten. Würzen und abschmecken.

Wenig Öl in der Pfanne erhitzen und die aus der Fleischmasse geformten Frikadellen von beiden Seiten gut anbraten, dann bei mittlerer Hitze für ca. 10-15 Minuten weiterbraten, gelegentlich vorsichtig wenden.

Anmerkung:

Ich habe geräuchertes Salz verwendet - hat sich gut gemacht.

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Montag, 8. April 2013

Nachtrag...

Wie bei Barbara so halb versprochen, kommt hier noch unser Karfreitagsfisch (naja, eigentlich meiner, der Liebste hat dann doch Fischstäbchen vorgezogen):

KokosCurrySpinatMitSkrei.jpg

Kokos-Curry-Spinat mit Skrei

Quellenangabe: Gekocht am 29.03.2013 und erfaßt 08.04.2013 von Sus
Kategorien: Spinat, Kokos, Beilage, Curry, Fisch, Skrei
Mengenangaben für: 2 Portionen

Zutaten:

2Skrei-Filets
500gBlattspinat
400mlDose Kokosmilch; ungesüßt
1Zwiebel
1Knoblauchzehe
1TeelöffelGrüne Currypaste (oder weniger)
3Kaffirlimetten-Blätter
1TeelöffelZitronengras; in feinen Ringen
1Limette
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Spinat verlesen, waschen und trockenschleudern. Limette waschen, trocknen und die Schale fein abreiben. Limette halbieren, aus einer Hälfte 1 El Limettensaft pressen. Von der anderen Hälfte 4 dünne Scheiben abschneiden.

Zwiebel fein würfeln und mit feingehacktem Knoblauch in einem großen Topf anschwitzen. Mit Kokosmilch ablöschen; Currypaste, Kaffirlimettenblätter, etwas Limettenschale und Zitronengras zugeben. Alles aufkochen.

Spinat zugeben (ein paar junge Blättchen beiseite legen) und zugedeckt bei starker Hitze zusammenfallen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Skrei von beiden Seiten mit Limettensaft beträufeln und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Fisch auf der Hautseite erst scharf anbraten, dann die Hitze reduzieren und ein paar Minuten garen lassen. Den Fisch wenden und auch diese Seite noch kurz anbräunen. Der Skrei darf (darf? muß!) gerne noch etwas fest sein.

Zum Servieren unter den leicht abgetropften Spinat die jungen Spinatblättchen mischen und auf den Teller geben. Fisch darauflegen und mit Limettenscheiben garnieren.

Dazu gab's kleine Bratkartöffelchen mit geröstetem Sesam.


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Freitag, 5. April 2013

Endlich...

An Ostern habe ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt: Ich wollte schon immer einmal Rinderzunge selbst zubereiten. Meine Großmutter und meine Mutter hatten diese früher gelegentlich an Feiertagen serviert und ich hatte auch als Kind noch nie ein Problem damit, sie zu essen.

Kurz nach Weihnachten fand ich zufälligerweise eine relativ kleine Zunge, die ich aber erst einmal in den Gefrierschrank verfrachtete.

Dieses Ostern hatten wir mal keine Lust auf Lammkeule, deshalb kam die Rinderzunge wieder ins Gespräch. Warum nicht?

Auf der Suche nach Rezepten stieß ich im Internet auf den Glaubenskrieg, ob man eine gepökelte oder ungepökelte Rinderzunge verwenden darf. Tja, meine war gepökelt. deshalb habe ich mich mit dem Trick beholfen, sie vorab zu wässern. Ob es wirklich einen Unterschied ausmacht, weiß ich nicht.

Bei Arthurs Tochter fand ich noch die Idee, in das Kochwasser neben Suppengemüse auch Suppenfleisch zu geben. Das war echt gut: die Zunge und die Sauce schmeckten richtig würzig und ich habe auch noch drei schöne Beutel Rinderbrühe eingefroren.

Es war eigentlich gar nicht schwer, nur ein bißchen langwierig, aber man muß ja nicht dauernd dabei bleiben. Keine Ahnung, warum ich mich so lange nicht getraut hatte...

RinderzungeBrokkoliUndKartoffelpueree.jpg

Rinderzunge mit Madeira-Sauce

Quellenangabe: Erfaßt 04.04.2013 von Sus
Kategorien: Rind, Innereien, Ostern
Mengenangaben für: 6-8 Portionen

Zutaten:

Zunge:
1300gRinderzunge (hier: gepökelt)
500gSuppenfleisch (mit Markknochen)
1Zwiebel
2Karotten
2Pastinaken
1Stück Sellerie
2Stangen Lauch
2Wacholderbeeren
2-3Nelken
1Pimentkorn
5Pfefferkörner
3Lorbeerblätter
Sauce:
2EßlöffelButter
2EßlöffelMehl
1kleineZwiebel; gehackt
500mlBrühe von oben (ca.)
5EßlöffelSuppengemüse; gekocht
3Champignons; gehackt
200mlMadeira (ca.)
150mlRotwein (ca.)
3TeelöffelTomatenmark
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Wenn es eine gepökelte Rinderzunge ist, diese vorab ein paar Stunden in kaltem Wasser ziehen lassen, dabei regelmäßig das Wasser wechseln.

RinderzungeImTopf.jpgDie Zwiebel schälen und halbieren, das Gemüse putzen und in Stücke schneiden. Mit ein wenig Öl die Zwiebeln auf der Schnittfläche in einem großen Topf/Bräter anbraten, dann das Gemüse dazugeben und dann mit etwas Wasser ablöschen. Zunge in den Topf legen, das Suppenfleisch dazugeben und mit Wasser auffüllen, bis die Zunge bedeckt ist. Gewürze hinfügen. Jetzt das Ganze je nach Gewicht der Zunge 3 - 3,5 Stunden köcheln lassen. Die Zunge ist gar, wenn ein spitzes Messer (oder ein Holzstäbchen) an der Zungenspitze leicht durch das Fleisch geht.

Die Zunge aus der Flüssigkeit nehmen und noch heiß(!) die weißliche Haut durch Abziehen entfernen. Unschöne Fleischstückchen von der Zungenoberseite ebenfalls abschneiden.

Wird die Zunge gleich gegessen, in der Fleisch-/Gemüsebrühe warmhalten; wird sie erst am nächsten Tag gegessen, gut in Alu- und/ oder Plastikfolie einpacken (damit sie nicht austrocknet) und im Kühlschrank aufbewahren.

RinderzungeInDerSauce.jpgFür die Sauce in einem nicht zu kleinen Topf die feingehackte Zwiebel in der Butter anschwitzen, dann das Mehl zugeben und quellen lassen; nicht zu braun werden lassen. Mit der Fleisch-/ Gemüsebrühe ablöschen. Gekochtes Gemüse und Champignons dazugeben und mit dem Stabmixer alles pürieren. Madeira und Rotwein dazugeben. Alles langsam reduzieren lassen, dann mit weiterem Madeira, Wein, Brühe und Gewürzen abschmecken; ggf. wieder reduzieren lassen.

Zum Servieren die Zunge in ca. 1cm breite Stücke schneiden und diese in die Sauce geben.

Anmerkung:

- Ich habe die Zunge am Vortag zubereitet und vor dem Aufschneiden vorab noch einmal kurz in der Brühe erhitzt.

- Den Rotwein habe ich eigentlich nur hinzugefügt, weil mir sonst die Sauce zu hell geblieben wäre.

- SmileyLecker.gif Des Söß'sche war eschd legger!

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