Freitag, 15. Januar 2010

Seelentröster ...

Steph vom Kleinen Kuriositätenladen hat uns im Kochtopf nach unseren Geheimwaffenrezepten gefragt, mit denen wir uns in dieser kalten und tristen Jahreszeit gegen schlechte Laune rüsten.

Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)

Eigentlich bin ich kein Suppenesser, aber bei diesem Wetter mag ich eine einfache, klare Gemüsesuppe. Die ist heiß und bunt und schmeckt nach Frühling - das wärmt so richtig den Bauch und die Seele. Danach noch ein Stück Schokolade und die Welt ist wieder in Ordnung. SmileyGrin.gif

Gemüsesuppe

Gemuesesuppe.jpg

Quellenangabe: 10.01.2010 von Sus
Kategorien: Suppe, Gemüse
Mengenangaben für: 4 Portionen

Zutaten:

2StangenLauch
3Karotten
1Petersilienwurzel
250gBrokkoli
1StückKnollensellerie
2Zucchini
1großeZwiebel
1/2Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
1/2TeelöffelThymian-Blättchen, frisch
1LiterFleisch- oder Gemüsebrühe (notfalls Wasser)
Außerdem:
2HandvollSpirelli-Nudeln
4Debreziner
4Wiener Würstchen

Zubereitung:

Gemüse putzen. Zucchini mit dem Zestenreißer schälen und die Schalen beiseite legen. Das Gemüse (wer mag, auch den geschälten Brokkolistiel) in mundgerechte Stücke/Scheiben schneiden. Die Würstchen ebenfalls in Scheiben schneiden.

Etwas Öl in einen großen Suppentopf geben und zuerst die Zwiebeln und dann den Knoblauch darin anrösten, die festen Gemüse dazugeben und ebenfalls etwas bräunen. Mit etwas Fleisch- oder Gemüsebrühe oder Wasser ablöschen, weiter unter Rühren dünsten, dann mit Flüssigkeit auffüllen, bis das Gemüse bedeckt ist. Mit einem Teil der Kräuter, Salz und Pfeffer würzen. Bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis das Gemüse fast weich ist (ca. 30 Minuten); bei Bedarf weitere Flüssigkeit zugeben. Dann Zucchini und Brokkoli und ungegarte Nudeln dazugeben und noch gut 10 Minuten weiterköcheln. Wenn die Nudeln schon vorab gekocht wurden, erst zusammen mit den Würstchen ein paar Minuten vor dem Servieren zugeben.

Beim Servieren mit den restlichen frischen Kräuter und Zucchinischalen-Streifen garnieren.
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Sonntag, 10. Januar 2010

Manchmal ...

... bin ich ja wohl doch ein bißchen blond blöd.

Ich schmökere so in meiner Rezeptdatenbank und im Internet nach einem libanesischen Rezept, mit dem ich meinen einsamen Granatapfel zu einem leckeren Dessert für das 3. mediterrane Koch-Event "Libanon" von tobias kocht! verarbeiten wollte.

3ter mediterraner Kochevent - LIBANON - tobias kocht! - 10.12.2009-10.01.2010

Zwischendurch stoße ich bei Küchengötter.de auf ein Rezept für libanesischen Kaffee mit Kardamom. Au ja, ein Kaffee wäre jetzt gut!

Aber in der modernen Küche ist es gar nicht so einfach, einen klassischen Mokka zu kochen.

- Man entwende seinem Kaffeevollautomaten eine Handvoll Kaffeebohnen (Typ: dunkler Espresso) und mahle sie in der elektrischen Mühle so fein wie möglich. (Dies wird allerdings nicht fein genug werden.)

- 2 Kardamomkapseln aufbrechen und die Kernchen (ganz leicht angemörsert) zum Kaffee geben.

- 3 Tütchen Zucker, wie man sie in Schnellrestaurants zum Kaffee dazu bekommt, ebenfalls dazu schütten.

- Etwas Muskat dazugeben.

Jetzt kommt's:

Diese Mischung NICHT mit 150 ml Wasser in eine dickwandige Glastasse geben, die es schon seit Jahren regelmäßig in der Mikrowelle aushält, kaltes in heißes Wasser umgewandelt zu bekommen. Ich wiederhole: KEINE Glastasse auf das Ceranfeld!

Das (schon etwas bereinigte) Ergebnis ist hier zu sehen:

GlastasseAufHerd.jpgNicht nur, daß die Tasse gesprungen ist, auch ist der Herd so heiß geworden, daß der Plastikmeßbecher, der am hinteren Herdrand stand, ganz weiche Füße bekommen hat. :-(

Nach der Herdreinigung habe ich das Ganze neu angesetzt und in einem stinknormalen kleinen Kochtopf wie im Rezept beschrieben mehrmals aufgekocht, danach in die Deko-Mokkakanne umgefüllt und halbwegs stilgerecht (auf moderne Art) serviert.

MoccaLibanon.jpg

Libanesischer Kahwa

Quellenangabe: kuechengoetter.de
Kategorien: Kaffee, Kardamom, Libanon
Mengenangaben für: 2 Tasse(n)

Zutaten:

15Grammstark gerösteter Kaffee (Mokka); fein gemahlen
2grüne Kardamomkapseln
3TeelöffelZucker
1MesserspitzeMuskatnuß; frisch gerieben

Zubereitung:

Die Kardamomkapseln aufbrechen, die schwarzen Kerne auslösen und mit Kaffeepulver, Zucker, einem Hauch Muskat und 150 ml kaltem Wasser in ein Stielkännchen (Ibrik, Cesve) geben. Langsam aufkochen und dabei umrühren, damit sich kaum Schaum bildet. Kurz von der Herdplatte nehmen, dann wieder darauf stellen und noch einmal aufkochen. Ein drittes Mal wiederholen. In Mokkatässchen gießen und sofort servieren.

P.S: Und was mache ich jetzt mit meinem Granatapfel?
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Freitag, 8. Januar 2010

Mal wieder nachgebacken ...

... dieses Mal sogar relativ zeitnah!

Bei Ulrike von Küchenlatein habe ich die folgenden Karotten-Burger-Brötchen entdeckt. Da ich noch Karotten übrig hatte, konnte ich vorgestern abend der Versuchung nicht widerstehen und fing an.

Eigentlich wollte ich mich ja genau an das Rezept halten, aber wie es nun mal so ist:
  • Eine Karotte zuwenig, dafür eine Petersilienwurzel mehr.
  • Wider Erwarten hatte ich kein Maismehl mehr (das kommt davon, wenn man zum Jahresende ausmistet) - wurde ersetzt durch etwas Weizenvollkornmehl und Weizengrieß.
  • Rosenpaprika war auch aus, dafür scharfes Paprikapulver verwendet (etwas weniger).
  • Während des ersten Teigknetens kam ein längerer Telephonanruf dazwischen - mit allen anderen Ruhe- und Backphasen wäre ich dann nach Mitternacht fertiggeworden. Da hatte ich keine Lust mehr dazu - so wurde der Teig statt 45 Minuten bei Zimmertemperatur knapp 22 Stunden im Kühlschrank und dann noch mal eine halbe Stunde in der Küche gehen lassen.
  • Eine Änderung habe ich absichtlich und eigenmächtig durchgeführt: Zusätzlich zum Sesam habe ich schwarze Sesam- (Nigella-) Saat auf die Brötchen gestreut.
KarottenBroetchen.jpg

Fazit: Sehr lecker! Außen schön knusprig und innen doch leicht(!) saftig. Kreuzkümmel und Nigella-Samen haben gut gepaßt.
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Mittwoch, 6. Januar 2010

Lebensweisheit -9,5 °C:

Wer abends seine Handschuhe im Auto vergißt, ist doof.
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Dienstag, 5. Januar 2010

Spuren ...

... im Schnee:

KakiSmoothie.jpgEin paar Kakis (3 an der Zahl) warteten schon ungeduldig auf ihre finale Verwendung. Aus Phantasielosigkeit habe ich sie zuerst püriert. Dann kamen noch etwas Zitronensaft, eine Banane (die Hälfte hätte gereicht) und ein großzügiges Stück Ingwer dazu. Alles zusammen nochmal püriert und ein paar Minuten nach draußen gestellt.

Anmerkung:

- Nicht schlecht!
- Die Katze war schon vorher vorbeigekommen.
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Montag, 4. Januar 2010

Einmal Südsee, bitte ...

Blogevent – Der Zauberkessel bittet zu Tisch: A Tribute to Don Clemente

Bis vor kurzem hatte ich noch nie etwas von Clemens Wilmenrod bzw. Don Clemente gehört. Der war dann doch ein wenig vor meiner Zeit. Den Fernseh-Film neulich habe ich prompt auch verpaßt. Ich habe bisher auch nicht gewußt, daß der schon von Kindheitstagen an von mir geliebte Hawaii-Toast seine Erfindung war. Na gut, wieder was gelernt.

Jetzt ruft Shermin im Magischen Kessel zu einem Tribut an Don Clemente auf. Nachdem vom Silvester-Raclette noch Schinken, frische Ananas und Raclette-Käse übrig war, gab es am Wochenende einen schnellen Snack:

Toast Hawaii

Quellenangabe: 04.01.2010 von Sus
Kategorien: Snack, Ananas, Toast
Menge: 2 Stück

Zutaten:

2ScheibenVollkorntoast
2ScheibenGekochter Schinken; dick geschnitten
2ScheibenRaclettekäse
2ScheibenFrische Ananas
1Kumquats
Tabasco Chipotle
ToastHawaii.jpg

Zubereitung:

Toast von beiden Seiten kurz grillen. Etwas Tabasco-Sauce auf den Toast geben. Erst den Schinken darauf legen, dann die Ananas und dann den Käse. Noch ein paar Minuten grillen, bis der Käse verlaufen ist.  Mit Kumquats garnieren.

Anmerkung:

- Die Zutaten waren schon kleingeschnitten, sonst hätte ich sie am Stück gelassen.

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Freitag, 1. Januar 2010

Letztes Jahr ...

... gebacken, dieses Jahr noch frisch:

MiniPanettoni.jpg

Mini-Panettoni

Quellenangabe:Brigitte Special 2009
31.12.2009 von Sus
Kategorien: Panettone, Muffin, Hefe
Mengenangaben für: 12 Stück

Zutaten:

10GrammFrische Hefe
70MilliliterWasser; lauwarm
300GrammMehl
70GrammZucker
1Bio-Zitrone; geriebene Schale
100GrammButter
TeelöffelSalz - 1/2
1PackungVanillezucker
2Eier
60GrammMandeln; gehackt
100GrammGemischtes Zitronat/Orangeat/Kirschen; gehackt
Fett; für die Form

Zubereitung:

Die Hefe zerbröckeln und im lauwarmen Wasser mit 1 Eßlöffel Mehl und 1 Eßlöffel Zucker zu einem flüssigen Vorteig verrühren. Abgedeckt an einem warmen Ort 15 Minuten stehen lassen.

Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen und die Schale fein abreiben. Das restliche Mehl, den restlichen Zucker, Butter, Salz, Vanillezucker, Zitronenschale und Eier zum Vorteig geben und alles mit der Küchenmaschine oder den Knethaken des Handrührgeräts mindestens 10 Minuten verkneten.

Den Teig abgedeckt 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Dann die Mandeln und das Orangeat-Zitronat-Mix unterkneten und den Teig in 12 Portionen teilen. Ein Muffinblech oder 12 ofenfeste Tassen ausfetten und den Teig hineingeben. Nochmals 1 Stunde gehen lassen.

Den Backofen auf 180 °C, Umluft 160 °C, Gas Stufe 3 vorheizen. Panettoni im Ofen ca. 45 Minuten backen.

Anmerkung:

- Es sind weder Muffins noch wirklich Panettoni, aber sie schmecken. SmileyLecker.gif
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Donnerstag, 31. Dezember 2009

Ich wünsche ...

... Euch Allen einen guten Rutsch und einen noch besseren Start ins neue Jahr!

Physalisfrucht2009.jpg
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|Halt so|



Dienstag, 29. Dezember 2009

Vielleicht ...

... sollte ich diesen Blog umbenennen: "QuittenBlog" wäre wahrscheinlich treffender.

Kurz vor Jahresschluß noch schnell ein Rezept für das Garten-Koch-Event "Meerrettich" im Gärtner-Blog, in dem Quitten mit Meerrettich kombiniert wurden. Zu meiner Überraschung eine sehr gute Kombination!

Garten-Koch-Event Dezember 2009: Meerrettich [31. Dezember 2009]

Quitten-Meerrettich-Chutney

QuittenMeerrettichChutney.jpg
Quellenangabe:Lucas Rosenblatt und Freddy Christandl
Quitten - das Comeback einer vergessenen Frucht
Kategorien: Chutney, Meerrettich, Quitte
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

1KilogrammQuitten
300MilliliterTrockener Weisswein (hier: Apfelwein)
500MilliliterApfelsaft naturtrüb
180GrammZucker
30GrammMeerrettich; frisch gerieben
1/2Frische Chilischote; gehackt
1/2Zitrone; Saft
1EsslöffelBalsamico-Essig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Quitten mit einem trockenen Küchentuch abreiben und waschen. Die Früchte vierteln und entkernen, in gleichmäßige Spalten schneiden.

Weiß- bzw. Apfelwein und Apfelsaft aufkochen. Den Zucker in einem Gußeisentopf hellbraun karamelisieren, mit dem Wein-Apfelsaft-Gemisch ablöschen, die Quitten zufügen und weich garen. Die Hälfte der Quitten herausnehmen und als Einlage zur Seite stellen.

Die verbleibenden Quitten pürieren, Meerrettich, Chilischote und Quittenspalten zugeben, aufkochen, von der Wärmequelle nehmen. Mit Zitronensaft, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken.

In vorgewärmte Gläser füllen und sofort verschließen.

Anmerkung:

- Ich habe etwas mehr Meerrettich, aber dafür weniger Chili verwendet. Ich hätte nicht gedacht, daß diese Kombination so gut zusammen paßt.

- Als Begleitung zu Rindfleisch oder auch als Brotaufstrich zu dunklem Brot (Pumpernickel oder Vollkornbrot) sehr gut geeignet.
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Montag, 28. Dezember 2009

Zwischendurch ...

... ein Brot:

Topinambur-Brot

TopinamburBrot.jpg

Herkunft: Deutschland
Quellenangabe: essen & trinken 01/2010
leicht abgewandelt 21.12.2009 von Sus
Kategorien: Brot, Topinambur
Mengenangaben für: 1 Rezept

Zutaten:

150GrammTopinambur
350GrammKartoffeln
2TeelöffelSalz
250GrammDinkelvollkornmehl
250GrammWeizenmehl
20GrammFrische Hefe
125MilliliterButtermilch

Zubereitung:

Topinambur mit Schale, Kartoffeln - ohne Schale und auf die Größe der Topinamburstücke kleingeschnitten - in kochendem Salzwasser in 20-25 Minuten garen, dann abgießen und abschrecken. Mit der Hefe in der Buttermilch pürieren und mit dem Mehl und Salz zu einem glatten Teig rühren. Wenn der Teig sehr klebt, noch etwas Mehl hinzufügen. Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 2 Stunden gehen lassen.

Einen Gärkorb (26 cm Durchmesser) dick mit Mehl ausstäuben. Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche kräftig durchkneten, zu einer Kugel formen und im Korb zugedeckt ca. 45 Minuten gehen lassen.

Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech stürzen. Ohne Korb auf der 2. Schiene von unten im vorgeheizten Ofen bei 220 °C (Umluft 200 °C, Gas 3-4) 15 Minuten backen, dabei einen mit Wasser gefüllten tiefen Teller auf den Ofenboden stellen. Hitze auf 200 °C (Umluft 180 °C, Gas 3) reduzieren und das Brot weitere 35 Minuten backen. Auf einem Rost abkühlen lassen.

Anmerkung:

- Im Original wurden 500 g Topinambur verwendet, allerdings geschält. Ich habe aus meinem gefrorenen Boden gerade mal 150 g Topinambur-Knollen herausholen können. Dafür habe ich sie nicht geschält und den fehlenden Rest mit Kartoffeln ersetzt.

- Außerdem kam im Original noch 1 kleiner Bund Thymian vor.

- Wer Topinambur mag, wird dieses Brot lieben.

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